Robby von der Espe

Aus einer seit alters her sich hobbymäßig mit Laienspieltheater, Malerei, Formgestaltung und
anderer "schöngeistiger Kunst" aktiv beschäftigenden Geschäfts- und Gasthoffamilie stammend,
wurde er 1964 in der ehemaligen DDR geboren. Bereits mit 10 Jahren versuchte er sich mit einer
bildgewaltigen, phantastischen Seefahrererzählung. Mit 18 Jahren schrieb er dann erste Lyrik.
1983 schloss er seine Berufsausbildung ab und trat eine Anstellung zum Rundfunktechniker an. In
dieser Zeit entstanden u.a. experimentelle Texte und Gedichte zu Brauchtumsfesten. Dabei erfolgte
auch ein Testen der rhetorischen Fähigkeiten als Karnevalspräsident. Ab 1986 erfolgte aus
allgemeinem Kunstinteresse die Belegung der Studienbereiche Museologie und Museumskunde,
was darin mündete, dass er ab 1989 in einem größeren Museum eine Tätigkeit fand.
Ab 1991 bis dato ist er als fachspezifischer Mitarbeiter in einem Denkmalensemble beschäftigt.
Ab 2007 manifestierte sich beim Autor der Wunsch des Druckes seiner Lyrik und seiner
Geschichten und Novellen. Es erfolgten 2007 und 2008 die kleinen Geschichtensammlungen:
"Großmutters heimliche - unheimliche Geschichten", Teil 1 und 2 . Ferner eine Mitwirkung am
Projekt-E-Book- Waldlesung Schweiz 2007, sowie fortan das Schreiben bei einigen
Literaturplattformen. Danach erfolgten erste Teilnahmen an Literaturwettbewerben. Ab 2009,
dadurch verursacht, Teilnahmen in mehreren Lyrikanthologien: (u.a. Dr. Ronald Henss Verlag,
Verlag Neue Literatur, Literaturpodium- D. Edition)
Seit Ende 2009 Zusammenarbeit mit dem Verlag "Preussische Literaturmanufaktur".

Quelle: Robby von der Espe

Leseprobe aus "Dritte Rate Poesie" von Robby von der Espe:

Der Nebel in uns

Cherie, weißt du noch

als wir mit dem Nebel stiegen

als Bündel hoch auf seinem Rücken,

fern durch die Zeit,

um einst die Tage zu verrücken,

hin in das Feucht der Sonnenmilch?

Am Ährenkranz landeinwärts flogen

die Lachtauben vom Brückenbogen

versteinert sich die Augen aus

und Disteltau erfand erst mein Gesicht,

kennst du dies nicht,

wenn um die Häuserecken,

ein seltsames Verstecken,

durch seine Unsicht Wahrheit spricht,

und alte Eichen tragen still zum Zwölfuhrmonde

ihr quälendes Verlangen auf,

gleich großer Zeiger, die da bangen,

wenn das Verschwommen durch sein

Herbsthaar bricht?

Wenn Meere Furcht in schroffen Wellengängen

wildschäumend, laut entgegenschrein

und im Olivgrün Schiffe hängen,

wie blinde Seilgaukler allein,

wenn sie kein Licht durchdringt, noch findet,

dann flüstert dieses Raunen leis,

und das ist es was fängt und bindet

in seinem klammen Tanzkleid schwindet

mein Trauern unter jenem Weiß.

Es scheint wie Räuspern und auch Singen,

ein Stimmungswolken in der Welt,

es ist die Sintflut in den Dingen,

es ist der Nebel, der uns hält.