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Leseprobe aus "Seine Gedichte" Carl von Clausewitz Im Jahr 1810
In heißer Liebe Sehnsucht ausgegossen Zerfließt mein Sein in ruheloses Streben, Geteilt, zerrissen ist mein inn’res Leben. Vom zarten Zweig, der grünend ihm entsprossen, Verweh’n die Blütenschloßen Und seine süße Frucht will Nahrung geben. Der Zeiten Flügel hör ich rauschen Und seh die Sonne Tag vor Tag sich neigen, Die Sterne wandelnd steigen. Den Bau der stillen Gruft vernimmt der Ahnung Lauschen, Allein die schwere Warnung ist vergebens. Ein heißes Sehen löst die Kraft des Lebens, Der Puls im bangen Herzen Zuckt krampfhaft in der Liebe Wollustschmerzen.
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